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Hannoversche Volksbank auf Wachstumskurs

  • Bilanzsumme steigt auf 9,2 Mrd. Euro
  • Kredite und Einlagen wachsen jeweils um mehr als 300 Mio. Euro
  • Jahresüberschuss: 17,1 Mio. Euro
  • 5.200 neue Mitglieder gewonnen
  • Nahezu 2 Mio. Euro in regionale Fördermaßnahmen investiert

Hannover, 19. Februar 2026: „Wir wachsen bei den Einlagen und bei der Kreditvergabe gleichermaßen um mehr 300 Mio. Euro“, stellt Jürgen Wache, Vorsitzender des Vorstands der Hannoverschen Volksbank fest, „ein starkes Ergebnis, das auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren mehr als 230.000 Kundinnen und Kunden basiert.“

Im Jahr 2025 hat die genossenschaftliche Bank fast 5.200 neue Mitglieder gewonnen und konnte die Zahl der Mitglieder trotz des demographischen Wandels mit jetzt 127.688 Eigentümern stabil halten. Die gezeichneten Geschäftsanteile haben sich auf 2,2 Mio. Anteile á 50 Euro erhöht.

Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank wuchs zum Stichtag 31.12.2025 um 4,0% auf 9,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,8 Mrd. Euro). Die Bank gehört zu den großen der insgesamt rund 670 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland.

Gutes Wertpapiergeschäft – starkes Wachstum bei den Einlagen im 4. Quartal

Die bilanziellen Einlagen wuchsen um 302 Mio. Euro (+4,9%) auf 6,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,2 Mrd. Euro). Der Trend zu kurzfristig verfügbaren Anlagen und hoher Flexibilität hielt 2025 an. Nach einer schwachen ersten Jahreshälfte führten Mittelzuflüsse vor allem in den letzten drei Monaten des Jahres zu einem erfreulichen Wachstum.

Trotz erheblicher Schwankungen an den globalen Märkten konnte das Wertpapier- und Fondsgeschäfts das starke Vorjahr übertreffen. Die von Anlegern investierten Gelder stiegen um rund 120 Mio. Euro, während die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten zu einem zusätzlichen Wachstum der Wertpapierbestände um 195 Mio. Euro führte. Positive Wachstumsimpulse kamen insbesondere durch professionelle Vermögensverwaltungslösungen und eine gestiegene Nachfrage nach ETF-basierten Anlagenmodellen. Die gesamten Geldanlagen, die die Kundschaft der Bank außerhalb der Bilanz im Wertpapier- und Fondsgeschäft sowie bei Partner-Unternehmen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe getätigt haben, wiesen zum Ende des letzten Jahres 4,7 Mrd. Euro aus.

Die Summe der bilanziellen Einlagen und der vermittelten Gelder (Kundenwertvolumen) beträgt 11,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,5 Mrd. Euro).

Investitionsbereitschaft der Unternehmen steigt – Baufinanzierungen legen zu

Auf dem Niveau des Einlagenwachstums legte auch das Kreditgeschäft zu. Der Bestand der herausgegebenen Kredite (Forderungen gegenüber Kunden) der Hannoverschen Volksbank stieg im Jahr 2025 mit einem Zuwachs von 305 Mio. Euro (+4,6%) wieder deutlich stärker als im Vorjahr (+196 Mio. Euro/+3,0%). Der Kreditbestand erhöhte sich auf 7,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,7 Mrd. Euro). „Schwerpunkt war im privaten wie im gewerblichen Bereich die Immobilienfinanzierung“, resümiert Wache, „um dieses Ergebnis zu erreichen, waren mehr als 5.000 neue Kreditzusagen mit einem Volumen von 1,5 Mrd. Euro erforderlich.“

Ertragslage deutlich gesteigert

Der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss (176,7 Mio. Euro/Vorjahr: 159,3 Mio. Euro) konnte infolge eines rückläufigen Zinsaufwands ausgebaut werden. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war das gesunkene Marktzinsniveau insbesondere in den kürzeren Laufzeiten.

Der Provisionsüberschuss nahm mit einem Plus von 6,1% auf 60,5 Mio. Euro (Vorjahr: 57,0 Mio. Euro) zu. Positiv wirkten sich die Zahlungsverkehrserträge und das Wertpapierdienstleistungsgeschäft aus.

Der Personalaufwand stieg, insbesondere durch tarifliche Anpassungen, im letzten Jahr um 3,9% auf 84,2 Mio. Euro (Vorjahr: 81,1 Mio. Euro). Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf 58,3 Mio. Euro (Vorjahr: 55,8 Mio. Euro). Diese Steigerung basiert vorrangig auf gestiegenen IT-Kosten sowie der Teilnahme an dem Gemeinschaftsprojekt zur Entwicklung interner Risikomodelle (IRBA).

Das Betriebsergebnis vor Bewertung legte kräftig zu. Es fiel mit 95,1 Mio. Euro um 14,0 Mio. Euro höher aus. Dieses entspricht 1,06% der durchschnittlichen Bilanzsumme. Die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag, hat sich ebenfalls deutlich von 62,8 auf 59,7 verbessert.

Der Kreditbestand und die eigenen Wertpapieranlagen wurden mit der banküblichen Vorsicht bewertet. Erkennbare Risiken wurden abgeschirmt. Die Kreditrisikovorsorge profitiert dabei auch von Auflösungen aus dem Vorjahr, in dem bereits umfangreiche Vorsorgen getroffen wurden. Die Wertpapiere verzeichnen vor dem Hintergrund der marktzinsbedingten Abschreibungen im Jahr 2022 weitere Zuschreibungen durch die sukzessive Annäherung an ihren Nennwert („Pull to Par“-Effekt). Die Abschreibung auf eine Beteiligung der Bank führt zu einem erhöhten negativen Bewertungsergebnis, welches jedoch vollumfänglich aus dem guten Jahresergebnis getragen wird.

Eigenmittel wachsen

Die Bank hat ihre Eigenmittel auf Grundlage der Beschlüsse der Vertreterversammlung des letzten Jahres um 28,5 Mio. Euro gestärkt. Die Eigenkapitalausstattung wird allen aufsichtsrechtlichen Anforderungen mehr als gerecht und bietet die Grundlage für weiteres Wachstum. Aus dem Jahresüberschuss von 17,1 Mio. Euro (Vorjahr: 16,9 Mio. Euro) plant die Bank wieder eine Dividende von 5,5% auszuschütten.

Ausbildungsplatzangebot weiter ausgebaut

Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank 1.097 (+ 26) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir werden als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen und positiv in Portalen bewertet“, betont Daniel Haartz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hannoverschen Volksbank. Mit 81 Auszubildenden (+ 10 ggü. Vorjahr) zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann sowie Studierenden zum Bachelor of Arts gibt die Bank vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive. Neben der klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau sowie einem dualen Studium bietet die Hannoversche Volksbank Ausbildungsgänge für Kaufleute im Digitalisierungsmanagement, Kaufleute für E-Commerce und für Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse an. „Wir legen großen Wert auf eine qualifizierte Ausbildung mit dem Ziel, die Azubis nach ihrem Abschluss zu übernehmen“, ergänzt Haartz.

Digitales Banking ist attraktiv

Die Volksbank betreibt insgesamt 34 Geschäftsstellen sowie 30 SB-Center. Mehr als 188.000 Kundinnen und Kunden mit Girokonto sind für das Online-Banking oder die VR-Banking-App freigeschaltet, was einer Online-Quote von mehr als 81% entspricht. Rund 92.000 Kundinnen und Kunden nutzen das Online-Banking oder die VR Banking-App regelmäßig. Die Nutzung des E-Postfachs stieg von 106.200 auf 121.100 Kundinnen und Kunden.

Für 260.600 Konten wird ein elektronischer Kontoauszug erstellt (31.12.2024: 229.300), ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Reduzierung des Papierverbrauches. Zudem werden Aufbewahrungsfristen gewährlistet und notwendige Weiterleitungen durch die Digitalisierung vereinfacht.

Förderung der Region

Durch Förder- und Sponsoringmaßnahmen sowie Spenden unterstützt die Hannoversche Volksbank soziale, kulturelle und sportliche Projekte und Initiativen mit fast 2 Mio. Euro. „Wir freuen uns, unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden sowie den Menschen in unserem Geschäftsgebiet etwas zurückzugeben und die Attraktivität unserer Region zu erhöhen“, betont Haartz. Allein aus Stiftungszuwendungen wurden im letzten Jahr 19 Projekte mit fast 180.000 Euro gefördert.

Ein Erfolgsmodell ist zudem die Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ der Hannoverschen Volksbank. Gemeinnützige Vereine und Institutionen aus dem gesamten Geschäftsgebiet der Bank sammelten 2025 für 16 Projekte rund 60.000 Euro ein, davon gut 13.000 Euro, die die Hannoversche Volksbank als „Co-Funding“ beigetragen hat. Die Vielfalt der Projekte reicht von der Anschaffung von Judomatten über die Sanierung eines Hallendachs bis hin zu einem kulturellen Sommercamp.

Ausblick in das Jahr 2026

Die Chancen für eine Belebung der deutschen Konjunktur sind vielversprechend. Die mit dem Fiskalpaket angestoßenen Investitionen für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz werden die Haupttreiber des sich abzeichnenden Wirtschaftswachstums sein. Zudem dürfte die Konsumbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmen, wie auch die aktuellen Daten zum GfK-Konsumklima bestätigen.

Mit einer konsequenten Fortsetzung der wirtschaftspolitischen Reformen können für die Wirtschaft grundlegende Fortschritte beim Abbau der Bürokratie und bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung erzielt werden – sie sind wichtige Motoren für zusätzliche Investitionen, so die Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Wache und Haartz teilen diese Meinung und erwarten eine weitere Zunahme der Investitionsbereitschaft der mittelständischen Unternehmen in der Region Hannover-Hildesheim-Celle. Das attraktive Zinsumfeld und die Sparfreudigkeit der Bundesbürger ermöglicht zudem einen weiteren Vermögensaufbau der privaten Kundschaft. Die qualifizierte Beratung von der Geldanlage bis zur Vermögensverwaltung und die hohe Kompetenz im Wertpapiergeschäft machen die Hannoversche Volksbank zu einem gesuchten Gesprächspartner.

Die Hannoversche Volksbank ist zufrieden mit dem Marktstart von Wero, dem europäischen digitalen Bezahlverfahren, sieht jedoch erhebliches Potenzial in Deutschland. Fast 50 Millionen Kundinnen und Kunden sind in den teilnehmenden Ländern bereits bei Wero registriert. Für den nächsten Ausbauschritt sollen zunächst die großen Online-Händler gewonnen werden, kleinere Akzeptanzstellen und das stationäre Geschäft sollen folgen. Zudem wollen sich weitere Bankengruppen Wero anschließen. „Das ist die Basis für den dringend erforderlichen Ausbau auch in Deutschland“, sagt Haartz und fordert insbesondere die Kundinnen und Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland auf, sich bei Wero zu registrieren.

Nicht müde wird der Bankvorstand die Attraktivität des genossenschaftlichen Geschäftsmodells zu betonen: „Wir legen Wert auf Dauer angelegte, partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen, geben die Möglichkeit bereits mit 50 Euro Miteigentümer der Hannoverschen Volksbank zu sein und engagieren uns für das Gemeinwohl in unserer Region“.

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