Hannoversche Volksbank

ist zuverlässiger Kreditversorger des Mittelstandes

22.01.2014

  • Bilanzsumme steigt auf 4,5 Mrd. Euro
  • 3.700 neue Mitglieder gewonnen
  • Neue Kredite im Gesamtvolumen von 770 Mio. Euro vergeben
  • Einlagen wachsen um mehr als 100 Mio. Euro
  • Wache: 230.000 Kunden schätzen unsere Beratungsqualität und Verlässlichkeit

Die Hannoversche Volksbank hat auch im 153. Geschäftsjahr ihre langjährigen Geschäftsbeziehungen gepflegt und sich als verlässlicher Partner ihrer mittelständischen Privat- und Firmenkunden präsentiert.
„Unsere mehr als 230.000 Kundenverbindungen schätzen unsere Beratungsqualität und Verlässlichkeit“, stellte Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank fest, „wir Volks- und Raiffeisenbanken sind ein Stabilitätsanker in der deutschen Bankenlandschaft, nicht zuletzt deshalb konnten wir rund 7.000 neue Kunden begrüßen“.

Neben den 7.000 Neukunden konnte die Bank im letzten Jahr 3.670 neue Mitglieder gewinnen. Nahezu 107.000 Menschen aus der Wirtschaftsregion Hannover-Celle sind nun Mitglied und damit Eigentümer der Hannoverschen Volksbank. Gut 6.900 neue Girokonten wurden eröffnet. 

Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank steigt auf 4,52 Mrd. Euro
(Vorjahr: 4,46 Mrd. Euro / + 1,3%). 

Auf der Passivseite der Bilanz wuchsen die Einlagen der Kunden um 115 Mio. Euro (+3,5%). Damit haben viele Privatkunden der heimischen Volksbank vertraut und nicht den hochverzinslichen Lockangeboten der Wettbewerber. Nahezu ein Drittel dieser Gelder kommen zudem von den mittelständischen Firmenkunden, die nach wie vor über hohe Liquiditätspolster verfügen. Der Gesamtbestand der Kundeneinlagen beträgt 3,44 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,32 Mrd. Euro).

Der Bestand der herausgegebenen Kredite der Hannoverschen Volksbank nahm im Jahr 2013 um 0,7% auf 2,75 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,77 Mrd. Euro) ab. Der Hintergrund war ein rückläufiges Neugeschäftsvolumen, neben hohen Rückzahlungen und Tilgungen insbesondere eine deutlich geringere Inanspruchnahme der Kontokorrentkredite. Die traditionelle Kundschaft der Volksbank, die inhabergeführten mittelständischen Unternehmen sowie die Selbständigen und Freiberufler, hat ihre gute Ertragslage genutzt um auslaufende Kredite und Kontokorrentlinien zurückzuführen. Insgesamt sagten die Berater der Hannoverschen Volksbank fast 7.100 neue Kredite mit einem Gesamtvolumen von rund 770 Mio. Euro zu. „Wir vergeben an unsere Kunden jedes Jahr neue Kredite im Volumen der Bilanzsumme einer durchschnittlichen Volksbank. Dennoch bleibt uns nach Abzug der enormen Tilgungsleistungen des Jahres 2013 per Saldo nur ein stagnierendes Kreditvolumen“, resümiert Wache, „das zeigt aber auch, welche Ertragskraft und Liquidität unsere Kunden besitzen. Die Mittelständler in unserem Geschäftsgebiet sind kraftvoll und gesund“. Der Vorstandssprecher geht davon aus, dass  die Hannoversche Volksbank durch das starke Neugeschäft Marktanteile im Marktsegment der mittelständischen Unternehmen gewonnen hat. In der privaten Baufinanzierung dominierte neben der Realisierung der eigenen Immobilie vor allem die energetische Sanierung. Rund 1.900 neue Baufinanzierungen mit einem Volumen von 163 Mio. Euro wurden zugesagt. Konsumentenkredite vermittelt die Bank innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe als easyCredit an die Team-Bank.

Die positive Entwicklung insbesondere am Aktienmarkt spiegelt sich in den Kundendepots wider. Die Kursentwicklung bei Aktien, Fonds und Renten hat zum Stichtag 31.12.2013 zu einem Anstieg der Werte in den Depots um 46,6 Mio. Euro geführt. Darüber hinaus wurden Netto-Zuflüsse in Höhe 11,4 Mio. Euro gewonnen. Die gesamten Geldanlagen, die Kunden der Bank außerhalb der Bilanz im Wertpapier- und Fondsgeschäft sowie bei Verbundpartnern der Hannoverschen Volksbank getätigt haben, wiesen zum Stichtag 31.12.2013 einen Anstieg in Höhe von 72,7 Mio. Euro (+4,2%) auf 1,82 Mrd. Euro aus.

Der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,2% auf 100,1 Mio. Euro (Vorjahr: 107,8 Mio. Euro). Bereinigt um Effekte in Zusammenhang mit der Neugestaltung und Auslagerung der betrieblichen Altersversorgung hätte der Zinsüberschuss 105,1 Mio. Euro betragen. Der Rückgang trägt den gesunkenen Erträgen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus Rechnung. Der Provisionsüberschuss nahm mit einem Plus von 4,0% auf 28,9 Mio. Euro (Vorjahr: 27,8 Mio. Euro) zu. Träger dieses Wachstums war das traditionell starke Kunden-Wertpapiergeschäft der Hannoverschen Volksbank.

Der Verwaltungsaufwand der Bank war im Jahr 2013 mit 89,6 Mio. Euro etwas günstiger (Vorjahr: 90,2 Mio. Euro). Der Sachaufwand (inkl. Afa) betrug 34,9 Mio. Euro (Vorjahr 36,3 Mio. Euro) und der Personalaufwand 54,7 Mio. Euro (Vorjahr: 53,9 Mio. Euro). 

Der Kreditbestand und die eigenen Wertpapieranlagen wurden mit der banküblichen Vorsicht bewertet. Die Wertberichtigungen aus dem Kreditgeschäft fielen bedingt durch die gute wirtschaftliche Lage außerordentlich günstig aus. Bei den Wertpapieren standen den hohen zinsbedingten Zuschreibungen des Vorjahres im Jahr 2013 leichte Kurswertabschreibungen gegenüber. Diese resultierten weitgehend aus den ratierlichen Abschreibungen von Über-Pari-Käufen. Die Bank weist in der Summe ein Bewertungsergebnis von - 7,95 Mio. Euro aus.

Aus dem Jahresüberschuss von 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 12,6 Mio. Euro) will die Bank wieder eine Dividende von 5,5% zahlen.

2013 hat die Bank weitere 41 Mio. Euro an einen Pensionsfonds des Verbundpartners R+V Versicherung übertragen. Damit werden die betrieblichen Renten der im Ruhestand befindlichen Mitarbeiter finanziert und die Bankbilanz um Rückstellungen und laufende Leistungen für die Altersvorsorge entlastet.

Im Jahr 2013 sind die Berater der Hannoverschen Volksbank nahezu 130.000 Mal mit Angeboten initiativ auf ihre Kunden zugegangen. Fast 123.000 Mal fanden die angebotenen Produkte und Dienstleistungen das Interesse der Kunden. „Die Überregulierung und begleitende Bürokratisierung der Beratung haben wir innerhalb der Genossenschaftlichen Finanzgruppe zum Anlass genommen, den Beratungsprozess zu überdenken“, führt Wache aus, „mit der Umsetzung dieses Prozesses erleben unsere Kunden eine Beratungsqualität, die unserer genossenschaftlichen Philosophie entspricht.“ Der neue Internetauftritt der Volksbank garantiert zum einen ein Online-Angebot auf aktuellem Stand. Zum anderen verknüpft er die Informationsbeschaffung des Kunden mit dem Beratungsangebot der Bank. Sofern der Kunde es wünscht, wird sein Informationsstand an den Berater übermittelt und dieser kann genau dort aufsetzen und gezielt beraten.

Auch die Tochtergesellschaften der Hannoverschen Volksbank haben ihre Marktchancen erfolgreich genutzt. Insbesondere die Hannoversche Volksbank Immobilien GmbH (HVI) konnte mit rund 270 vermittelten Objekten ein Kaufpreisvolumen von mehr als 43 Mio. Euro umsetzen und wurde im Jahr 2013 mit dem Siegel „Top Immobilienmakler Hannover“ von Focus Money ausgezeichnet.

Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank 970 Mitarbeiter und konnte im Jahr 2013 den Beschäftigungsstand leicht ausbauen. Mit 54 Auszubildenden zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann sowie Studenten zum Bachelor of Arts gibt die Bank vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive. Zum Ende des Jahres 2013 konnte die Hannoversche Volksbank ihren Mitarbeitern eine neue, attraktive betriebliche Altersvorsorge anbieten und ihre Attraktivität als Arbeitgeber in der Wirtschaftsregion Hannover-Celle weiter erhöhen.

Die Volksbank betreibt 60 Geschäftsstellen und 39 SB-Center und verfügt über 125 eigene Geldautomaten. Bundesweit können sich die Kunden der Bank an fast 19.500 Geldautomaten kostenlos mit Bargeld versorgen.

Die zum 150-jährigen Bestehen der Bank im Jahr 2010 gegründete „Stiftung Hannoversche Volksbank“ förderte sechs Projekte mit 25.000 Euro. Insgesamt flossen über Förder- und Sponsoringmaßnahmen sowie Spenden mehr als 1 Mio. Euro in die Region. 

Für das Jahr 2014 rechnet die Bank mit einer deutlichen Belebung der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Die anhaltende Niedrigzinsphase stellt die Bank, wie alle regionalen Kreditinstitute, jedoch vor große Herausforderungen. „Die niedrigen Zinsen setzen insbesondere der Ertragslage der regional verwurzelten Volksbanken zu“, betont Wache, „denn wir leihen uns kein Geld bei der EZB, sondern geben die Einlagen unserer Kunden als Kredite in den Wirtschaftskreislauf unserer Region zurück.“ Der Volksbank-Vorstand ist davon überzeugt, dass das genossenschaftliche Geschäftsmodell auch den aktuellen Herausforderungen trotzen wird – wie in den mehr als 150 Jahren zuvor.