9. Deutscher Orchesterwettbewerb

Modern Sound[s] Orchestra bereitet sich auf Bundesfinale vor

11.04.2016

Die teilnehmenden Ensembles für den 9. Deutschen Orchesterwettbewerb, der vom 30. April bis 8. Mai 2016 in Ulm stattfindet, stehen schon lange fest. Das Modern Sound[s] Orchestra Seelze konnte in der Kategorie „B.1 Blasorchester“ beim Landeswettbewerb in Niedersachsen im Juli vergangenen Jahres mit seiner musikalischen Qualität überzeugen und sich mit 23,9 von 25 möglichen Punkten für den Bundesentscheid qualifizieren.

Dirk Rubke vom Modern Sound[s] Orchestra (links) und Volksbank-Filialdirektor Gerd Kalendruschat im Gespräch

Mit der Nominierung zählt das Modern Sound[s] Orchestra zu den besten Ensembles Deutschlands und wird nun Niedersachsen beim größten Wettbewerb für Laienorchester in Deutschland vertreten. In den Wettbewerbskonzerten in Ulm werden die Musikerinnen und Musiker ihr Können erneut unter Beweis stellen und verschiedene Stücke vortragen, die von fachkundigen Jurys bewertet werden.

Seit Monaten bereiten sich die Musikerinnen und Musiker intensiv auf ihren großen Auftritt in Ulm vor. Bei der Orchesterprobe am gestrigen Sonntag hatte das Blasorchester einen aufmerksamen Zuhörer: Gerd Kalendruschat, Filialdirektor der Hannoverschen Volksbank zeigte sich beeindruckt von der musikalischen Qualität: „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind seit 2011 Hauptsponsoren des Deutschen Orchesterwettbewerbs“, erläutert er. „Wir drücken dem Modern Sound[s] Orchestra ganz fest die Daumen für den Bundesentscheid. Die Auszeichnung auf Bundesebene wäre eine verdiente Belohnung für die intensive Probenarbeit und die hervorragenden Leistungen“, ergänzt Kalendruschat.

„Die Unterstützung des Wettbewerbs durch die Volksbanken und Raiffeisenbanken ist wichtig für diese Veranstaltung, die in ihrem Umfang so sicherlich einmalig in Deutschland ist“, meint Dirk Rubke vom Blasorchester, der sich um die organisatorischen Dinge rund um den Wettbewerb kümmert. Aber auch die direkte Hilfe vor Ort sei wichtig, betont er und verweist dabei auf das Röhrenglockenspiel, dessen Anschaffung vor zwei Jahren u.a. mit einer großzügigen Spende der Hannoverschen Volksbank ermöglicht wurde.

Im größten Wettbewerb des Laienmusizierens in Deutschland bietet sich engagierten Orchestern die Möglichkeit eines Leistungsvergleichs, vor allem aber auch der musikalischen und menschlichen Begegnung. Der vom Deutschen Musikrat ausgerichtete Wettbewerb findet alle vier Jahre statt. Mit der Unterstützung des Wettbewerbes fördern die Genossenschaftsbanken eine der beliebtesten Formen bürgerschaftlichen Engagements: Schätzungsweise neun Millionen Menschen in Deutschland musizieren in ihrer Freizeit. Das entspricht etwa 13 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Rund ein Sechstel der deutschen Amateurmusikerinnen und -musiker, das sind rund 1,5 Millionen, ist in den Verbänden des instrumentalen Laienmusizierens aktiv. Zum Orchesterwettbewerb treten regelmäßig rund 15.000 Musikerinnen und Musiker aus über 400 Orchestern in 16 Landeswettbewerben an.

Wer das 65-köpfige Modern Sound[s] Orchestra unter der Leitung von Henning Klingemann vor dem Bundesfinale noch einmal live erleben möchte, hat hierzu am Donnerstag, den 21. April um 19 Uhr in der Herschelschule Hannover noch einmal die Gelegenheit. Gemeinsam mit dem Sinfonischen Blasorchester der Osnabrücker Angelaschule und dem Mandolinen- und Gitarrenorchester Empelde, die beide ebenfalls beim Bundesfinale in Ulm starten, laden sie zu einem Preisträgerkonzert ein. Der Eintritt ist frei.

Zum Deutschen Orchesterwettbewerb

Der Deutsche Orchesterwettbewerb (DOW) ist die zentrale bundesweite Fördermaßnahme des Deutschen Musikrates für das instrumentale Laienmusizieren, die sich an Amateurorchester unterschiedlicher Besetzungen und Stilrichtungen richtet. Leistungsvergleich und Begegnung dienen gleichermaßen dem Ziel des Deutschen Orchesterwettbewerbs, wertvolle Impulse für die Breitenarbeit im instrumentalen Laienmusizieren zu geben. Besonderes Gewicht wird auf die Begegnung der Orchester untereinander und auf die Dokumentation kultureller Vielfalt in der Öffentlichkeit gelegt. Der Deutsche Orchesterwettbewerb erfüllt so auch eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe. Teilnahmeberechtigt sind alle nicht-professionellen Orchester mit Sitz in Deutschland, die nach erfolgreicher Beteiligung an einem Landesauswahlverfahren durch ihre Landesmusikräte gemeldet und vom Wettbewerbsbeirat zugelassen wurden. Der Wettbewerb wird in verschiedenen Kategorien ausgetragen. Die Bewertung erfolgt durch Fachjurys.