Baukindergeld vom Staat

Ein finanzielles Geschenk für junge Familien

Der Staat schenkt Familien zehn Jahre lang Geld für den Immobilienkauf. Was Sie darüber wissen müssen.

Baukindergeld – auf einen Blick

Nach demem Wegfall der klassischen Eigenheimzulage gab es einige Jahre gar keine staatliche Förderung für den Bau oder den Kauf einer Immobilie. Das hat der Gesetzgeber mit dem Baukindergeld geändert, das fälschlicherweise manchmal als Kinderbaugeld bezeichnet wird.

Der Staat unterstützt Familien und Alleinerziehende damit, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Das Baukindergeld wird zehn Jahre lang gezahlt. Und das gilt ohne weitere Verpflichtungen Ihrerseits.

Wer kann Baukindergeld bekommen?

Um die staatliche Förderung zu erhalten, muss wenigstens ein Kind bei Ihnen wohnen, für das Sie auch Kindergeld erhalten. Geplanter Nachwuchs zählt beim Bezug von Baukindergeld nicht. Sie können den Antrag erst nach der Geburt stellen.

Beantragen können Sie das Baukindergeld auch erst nach dem Einzug in das neue Zuhause.

Um in den Genuss der Förderung zu kommen, muss es sich um die erste Immobilie handeln, die Sie bauen oder kaufen.

Gefördert werden alle Neubauten oder Käufe, die zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 erfolgt sind. Es gilt dabei das Datum des Kaufvertrags oder der Baugenehmigung. Und da zwischen Baugenehmigung und Einzug bekanntlich eine Zeit vergehen kann, lassen sich Anträge bis zum 31.12.2023 stellen.

Die Förderung ist an Einkommensgrenzen geknüpft. Mit einem Kind darf das jährliche zu versteuernde Einkommen nicht über 75.000 Euro liegen. Für jedes Kind, das die Voraussetzungen erfüllt, erhöht sich die Einkommensgrenze für das Baukindergeld um 15.000 Euro. Mit einem Kind liegt die Obergrenze also bei 90.000 Euro, bei zwei Kindern sind es dann schon 105.000 Euro.

Falls Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen nicht genau kennen, nehmen Sie Ihren Steuerbescheid zur Hand.

Wichtig ist: Sie müssen in der Immobilie selbst wohnen. Um Ihren Anspruch nicht zu verlieren, dürfen Sie Haus oder Eigentumswohnung nicht verkaufen oder vermieten.

Unsere Merkregel zum Baukindergeld

Um Ihren Anspruch nicht zu verlieren, dürfen Sie Haus oder Eigentumswohnung nicht verkaufen oder vermieten. Sie müssen in der Immobilie selbst wohnen.

Wichtig ist: Sie müssen in der Immobilie selbst wohnen. Um Ihren Anspruch nicht zu verlieren, dürfen Sie Haus oder Eigentumswohnung nicht verkaufen oder vermieten.

Wie viel Baukindergeld gibt es?

Der Staat fördert das neue Eigenheim zehn Jahre lang mit 1.200 Euro pro Kind. Für jedes Kind gibt es also maximal 12.000 Euro Baukindergeld.

In Bayern existiert eine zusätzliche Förderung, die gewährt wird, wenn Baukindergeld bewilligt wurde. Dort gibt es dann 300 Euro pro Jahr mehr.

In diesem Zusammenhang ganz wichtig. Anders als beim klassischen Kindergeld gibt es beim Baukindergeld keinen Rechtsanspruch. Die Bundesregierung hat einen festen Betrag als Förderung eingeplant. Sind diese finanziellen Reserven ausgeschöpft, gehen weitere Antragssteller leer aus.

Der Antrag aufs Baukindergeld

Den Antrag auf Förderung können Sie selbst stellen. Dazu hat die KfW ein Portal im Internet eingerichtet.

Um über Ihren Antrag auf Baukindergeld entscheiden zu können, benötigt die KfW einige Nachweise von Ihnen. Diese müssen Sie nicht sofort zur Hand haben, sondern können diese auch noch nach der Antragstellung in das Portal der KfW hochladen.

Zu den Nachweisen, die Sie erbringen müssen, gehören:

  • Unterlagen über Kauf- oder Bau: Sie müssen gegenüber der KfW belegen, dass Sie das Eigenheim gebaut oder erworben haben. Das geht dem Eintrag aus dem Grundbuch.
  • Meldebescheinigung: Wie bereits erwähnt, gilt die Förderung für selbst genutztes Eigentum. Den Nachweis darüber erbringen Sie mit einer Meldebestätigung Ihrer Stadt oder Gemeinde.
  • Einkommensteuerbescheide: Für das Baukindergeld ist das jährliche zu versteuernde Einkommen maßgebend. Deshalb müssen Sie die Einkommensteuerbescheide der beiden Jahre vorlegen, die vor dem Jahr des Antrags liegen. Wird das Baukindergeld im Jahr 2019 beantragt, benötigen Sie die Bescheide von 2016 und 2017. Eine Bescheinigung über die Lohnsteuer, die Sie jährlich von Ihrem Arbeitgeber erhalten, genügt nicht als Nachweis.
  • Kindergeldbescheide: Da Kinder bei Ihnen wohnen müssen, damit Sie Baukindergeld erhalten, müssen Sie nachweisen, wie viele Kinder bei Ihnen leben. Das geht über die Bescheide der Kindergeldkasse.

Nachträglich können Sie das Baukindergeld nicht beantragen. Wer vor der Frist sein Eigenheim erworben hat, geht also leer aus.

Weitere Fördermittel der KfW

Der Staat unterstützt Bauherren und Immobilienkäufer auch noch mit einer Reihe von anderen Fördermaßnahmen. Diese können Sie auch mit dem Baukindergeld kombinieren.

Mit der Förderung will der Staat im Rahmen seiner Ordnungspolitik Anreize für gewollte Veränderungen schaffen. So gibt es Fördermittel für die Erhöhung der Energieeffizienz von Immobilien. Wer umweltfreundlich Strom und Wärme erzeugen will, kann hier von der Förderung profitieren. Das gilt auch für die Bauherren von Energieeffizienzhäusern oder Käufer, die ihre neue Immobilie energetisch modernisieren und sanieren wollen.

Förderung gibt es aber auch für den Umbau oder Neubau einer Immobilie, mit dem Ziel, diese barrierefrei zu gestalten und damit für das Wohnen im Alter zu optimieren.

Bei der Förderung gibt es in der Regel zwei Optionen. Die KfW gewährt ein Darlehen, das im Rahmen einer Baufinanzierung auch mit anderen Darlehen kombiniert werden kann. Es gibt aber auch Programme, die dem Eigenheimbesitzer Zuschüsse zu den durchgeführten Maßnahmen gewähren. Teilweise werden diese Bausteine auch kombiniert. Dann fließen die Zuschüsse in die Rückzahlung des Darlehens ein.

Eine Übersicht der verschiedenen Fördermittel der KfW haben wir in einem eigenen Bereich für Sie zusammengestellt.

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